
Kinder müssen über die Gefahren, die von dem Feuer ausgehen, ausführlich
aufgeklärt werden. Verbote, dass Kinder nicht mit dem Feuer spielen dürfen
nützen wenig.
Das kindliche Spiel mit dem Feuer kann aus Unkenntnis oder Leichtfertigkeit
gefährliche Folgen haben. Denn welch verheerenden Folgen das kindliche Spiel
mit dem Feuer haben kann, liest man fast täglich in den Zeitungen:
Tote, Schwerverletzte, zeitlebens Verstümmelte und Entstellte, verzweifelte
Hinterbliebene, ganz abgesehen von den Sachschäden, die jährlich viele
Millionen betragen.
Der hohen Zahl von Kinderbrandstiftungen und damit der Gefahr, dass zündelnde
Kinder leichtfertig ihr eigenes Leben und das Unbeteiligter aufs Spiel setzen,
kann nur durch pädagogisch sinnvolle Aufklärung entgegengewirkt werden.
Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB9 besagt, dass Eltern und Aufsichtspersonen
im Grundsatz für die Schäden haften, die ihre oder ihnen anvertrauten Kinder sich
selbst oder anderen Personen zufügen.
Ursachen für Brandstiftung durch Kinder können zum Beispiel sein:
Um Brandstiftung aus kindlicher Unwissenheit vorzubeugen, sollten folgende Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden:
Tipp 1:
Kinder sollten von ihren Eltern schon früh darauf aufmerksam gemacht werden,
dass Feuer heiß ist. Ohne das Kind zu gefährden, beginnen umsichtige Eltern
damit bereits bei ein bis zwei Jahre alten Kindern, indem sie die Kinderhand
langsam an eine Kerzenflamme heranführen.
Tipp 2:
Der kindliche – Spiel und Nachahmungstrieb will gestillt werden. Umsichtige
Eltern nehmen darauf Rücksicht. Unter Aufsicht erlauben sie ihren Kindern
den Umgang mit Streichhölzern und Feuer, wann immer es sich anbietet. Zum
Beispiel die Geburtstagskerzen anzuzünden oder das anstecken von Teelichtern.
Tipp 3:
Der richtige Umgang mit Streichhölzern will gelernt sein. Eltern zeigen ihren
Kinder die richtige Streichholzhaltung: Das Holz nicht zu lang anfassen, da
es sonst abbrechen kann. Das Streichholz nicht schräg nach unten, sondern
waagrecht halten. Sonst schlägt die Flamme in Richtung der Kinderhand, und
das brennende Streichholz wird vor Schreck fallen gelassen.
Tipp 4:
Verbote und Strafandrohungen bei dem Spiel mit dem Feuer, fordern nur den
kindlichen Trotz heraus; sie führen dazu, dass das Kind heimlich zündelt.
Wenn dann bei dem heimlichen Spiel mit dem Feuer etwas passiert, wagt das
Kind aus Angst nicht, Erwachsenen zur Hilfe zu rufen und verschlimmert so
die Situation.
Tipp 5:
Schließen Sie Streichhölzer und Feuerzeuge konsequent weg und entfernen Sie
sie so aus der Reichweite es Kindes. Somit kann das Kind erst gar nicht in
die Versuchung kommen mit dem Feuer zu spielen.
Tipp 6:
Zu einem Indianerspiel gehört für einen richtigen Jungen auch ein knisterndes
Lagerfeuer. Auch hier gilt, beim ersten Indianerfeuer sollten die Eltern bzw.
ein Elternteil die kleine „Rothaut“ anleiten und Vorsichtsregeln mit auf den
Weg geben, so dass die Vorsichtsregeln zur Selbstverständlichkeit werden.
Tipp 7:
Wissenschaftliche Lern- bzw. Experimentierspielen (z.B. Chemiekästen) haben oft
sehr großen pädagogischen Wert, sind aber nicht immer ungefährlich. Bei dem
Umgang mit solchen Experimentierspielen ist es unvermeidlich, dass Kinder mit
offenem Feuer in Berührung kommen. Es ist wichtig, dass Eltern ihre Kinder
in Ruhe mit dem offenen Feuer vertraut machen.
Tipp 8:
Kleinkinder sollten niemals bei offenem Licht (z.B. Kerzen) niemals
unbeaufsichtigt sein. Die züngelnde Flamme übt eine magische Anziehungskraft
auf Kinder aus. Durch spielen und unbedachtes Handeln mit der Flamme können
ungewollt schnell Wohnungsbrände entstehen, die vor allem das Leben des
eigenen Kindes gefährden.