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Brandschutztipps
Gefahren im Haushalt
Hinweise zur Abwehr von Brandgefahren


Leichtsinn und Gedankenlosigkeit sind der Grund dafür, dass in Deutschland Jahr für Jahr Gebäude- und Sachwerte in Milliardenhöhe ein Raub der Flammen werden. Sehr oft müssen Menschen dabei ihr Leben lassen. Fachleute haben ermittelt, dass eine große Zahl von Bränden vermeidbar ist, wenn „Bruder Leichtsinn“ das Handwerk gelegt wird. Eine vorsichtige Einschätzung von Gefahren und angemessenes Verhalten sind die beste Versicherung für Leib und Leben, Hab und Gut.

Heizgeräte:
Benutzen Sie die Elektro-Heizgeräte gern als „schnellen Wäschetrockner“? Beabsichtigen Sie, die wenig dekorativen Heizkörper mit einem Umbau aus Holz zu versehen oder Ihr Fernsehgerät „maßgerecht“ in das Bücherregal einzubauen?
Denken Sie in diesem Zusammenhang daran, dass diese Wärmeabstrahlenden Geräte stets genügend Umlüftung benötigen, damit kein gefährlicher Wärmestau entstehen kann. Eingeschlossene Wärme kann sich unbemerkt zur „Bratenhitze“ steigern und heimtückische Schwelbrände auslösen. Heizlüfter und Heizsonnen können, wenn leicht entflammbare Gegenstände in ihrer nähe stehen, als „Brandstifter“ fungieren.
Daher ist es wichtig: Wärmestrahler brauchen Luft und Freiraum. Tritt man ihnen zu nahe, können sie zu unberechenbaren „Langzeitzündern“ werden.

Heimwerker:
Betätigen Sie sich in Ihrer Freizeit als Hobby-Handwerker? Liegen Ihnen Bohrmaschine und Lötkolben sicher in der Hand? Überschätzen Sie dabei Ihre handwerklichen Fertigkeiten nicht. Gerade wenn es besonders knifflig wird, wittert „Bruder Leichtsinn“ seine Chance: Da braucht nur der unverschlossene Klebstoffbehälter im Sprühbereich der Funken des Trennschleifers stehen oder die aschenlastige Zigarette in den auf dem Fußboden liegenden Holzabfall fallen und Ihr Hobbyraum ist binnen wenigen Minuten eine Feuerhölle.
Bitte beachten Sie deshalb: Eine Unordnung in der Heimwerkstatt, schadhafte Elektrogeräte oder nicht fachgerechte Installationen, aber auch Nervosität und die Fehleinschätzung der eigenen handwerklichen Fähigkeiten können den Feierabend zum „Feuerabend“ für alle Hausbewohner machen.

Speisefett:
Sie schätzen hausgemachte Pommes Frites? Geselliges Fondue im Freundeskreis? Dann wissen Sie sicherlich, dass erhitztes Öl oder Fett eine sehr große Gefahrenquelle sein kann. Ein Wassertropfen kann genügen um eine „Explosion“ auszulösen. Der Wassertropfen, der in das erhitzte Fett oder Öl dringt, verdampft schlagartig, reißt das Öl bzw. Fett mit sich, das sich dann an der heißen Kochstelle selbst entzündet. Wenn es dazu gekommen ist, dann gibt es nur noch eins: Heizquelle sofort abschalten und die Feuerwehr rufen: 112.
Es ist darum größte Vorsicht geboten beim Umgang mit heißem Öl oder Fett. Verhüten Sie das keine nassen Zutaten in heißes Öl oder Fett getaucht bzw. gelegt werden. Wenn es dennoch zu Öl oder Fett sich entzünden würden.
AUF KEINEN FALL MIT WASSER LÖSCHEN!!
Versuchen Sie die Flammen mit einem Topfdeckel, den Sie von der Seite her über den Top oder Pfanne schieben, zu ersticken. Wenn Sie das Feuer nicht kurzfristig selbst löschen können, rufen sie umgehend die Feuerwehr.

Kerzenlicht:
Beethovens „Fünfte“ bei Kerzenschimmer mit antiken Kerzenhaltern auf dem Dachboden genießen?
Denken Sie bitte daran, dass Gemütlichkeit und Nostalgie jäh in Panik umschlagen können und Beethovens „Fünfte“ zur Schicksals-Symphonie wird. Eine vergessene Kerze nach einem romantischen Abend oder in einem Weinkeller hat schon manches Gebäude entfacht und in Schutt und Asche gelegt.
Trauen Sie einer brennenden Kerze nur solange, wie sie sich in ihrem Blickfeld befindet. Eine „vergessene Kerze“ kann verheerende Schäden an Ihrer Wohnung anrichten. Daher ist es wichtig, dass unter jede Kerze auf einem feuerfester Untersatz steht und ein ausreichender Abstand zu leicht brennbaren Gegenständen gehalten wird.

Fernsehgeräte:
Gönnen Sie ihrem Fernsehgerät öfters mal ein Pause und schützen Sie es somit vor Überhitzung. Ebenso sollten die Fernsehgeräte eine gute Be- bzw. Entlüftung haben. Besonders sollte auf die Be- bzw. Entlüftung geachtet werden, wenn das Fernsehgerät in Möbelstücken eingebaut ist.
Legen Sie niemals Papier auf die Entlüftung des Fernsehgerätes. Papier ist kann sich durch die Wärmestauung leicht entzünden. Bei verdächtigen Symptomen wie ungewöhnliche Bildstörungen oder Brandgeruch den Fernseher sofort abschalten und den Netzstecker entfernen.
Sollte Ihr Fernsehgerät doch mal brennen: Gerät sofort Abschalten und den Netzstecker ziehen. Die Rückwand des Gerätes mit einer Wolldecke (keine Kunstfaser) abdecken um den Brand zu ersticken. Löschversuche an dem Fernsehgerät sollten immer von der Seite gemacht werden, um nicht in dem Gefahrenbereich zu stehen wenn eventuell die Bildröhre explodiert.
Rufen sie in jedem Fall die Feuerwehr 112.

Brandgefahren in der Küche:
Lassen Sie niemals den eingeschalteten Herd unbeaufsichtigt. Stellen Sie keine leichtentzündliche Gegenstände in die unmittelbare Nähe der Kochstelle. Dunstabzugshauben können durch Fett und Küchendunst verschmutzen. Es ist daher wichtig, dass in regelmäßigen Abständen der Filter gereinigt bzw. getauscht wird. Verschmutzte Filter sind nicht nur unhygienisch und unwirksam, sie stellen auch eine erhöhte Brandgefahr dar.
Wärmetauscher an Kühl- und Gefrierschränken können sehr heiß werden. Durch diese Hitze können sich abgesetzte Staubfusseln entzünden. Reinigen Sie daher von Zeit zu Zeit die Wärmetauscher und Kompressoren an Ihren Kühl- bzw. Gefrierschränken.
Achten Sie darauf, dass die Anschlussleitungen von elektrischen Kleingeräten immer in Takt sind. Durch die starke mechanische Belastung der Anschlussleitungen können diese Beschädigt werden und einen Kurzschluss hervorrufen. Elektrische Kleingeräte sollten nicht durch Dauerbetrieb überlastet werden. Es besteht für diese Geräte Überhitzungsgefahr.